Karwitz (fs) Am vergangenen Dienstagabend fand ein gemeinsamer Ausbildungsdienst der Fachgruppe Dekontamination des Kreisfeuerwehr-Fachzuges Gefahrgut in Karwitz statt. Neben den Einsatzkräften aus Jameln nahmen auch Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren aus Karwitz und Schaafhausen an der Übung teil.
Im Mittelpunkt stand eine umfangreiche Stationsausbildung der Dekontaminationsgruppe. Ziel war es, die einzelnen Komponenten nicht nur theoretisch
zu vermitteln, sondern praktisch aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. An mehreren Stationen wurden dabei unterschiedliche Einsatzszenarien realitätsnah dargestellt.
Ein Schwerpunkt lag auf der Einrichtung der Warmwasseraufbereitung, die insbesondere bei Dekontaminationsmaßnahmen eine zentrale Rolle spielt. Parallel dazu wurde der Aufbau eines Notstromaggregats inklusive Beleuchtung geübt, um auch bei Einsätzen in der Dunkelheit oder bei Ausfall der Stromversorgung handlungsfähig zu bleiben.
Darüber hinaus errichteten die Einsatzkräfte eine Zeltheizung zur Beheizung von Dekon-Zelten, was vor allem bei niedrigen Außentemperaturen essenziell ist. Auch der Umgang mit Messgeräten wurde intensiv trainiert: So kam ein Kontaminationsmessgerät zum Einsatz, mit dem Flächen und Personen auf radioaktive Stoffe überprüft werden können. Ergänzend wurde das sogenannte „Tiger“-Messgerät vorgestellt und angewendet, welches zur Detektion von Gasen dient.
Alle Stationen wurden von den Teilnehmenden eigenständig aufgebaut, getestet und in ihrer Funktion ausführlich erklärt. Der Ausbildungsdienst diente damit nicht nur der Vertiefung vorhandener Kenntnisse, sondern auch der sicheren Handhabung der Technik im Einsatzfall.
Die Verantwortlichen zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf des Abends. Solche gemeinsamen Dienste seien ein wichtiger Bestandteil, um die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Feuerwehren zu stärken und im Ernstfall optimal vorbereitet zu sein.






